Interview mit Markus Preininger über Werkzeuge für HPL Schichtwerkstoffen in der HOB 2022/06

Interview mit Markus Preininger über Werkzeuge für HPL Schichtwerkstoffen in der HOB 2022/06

[featured_image]
Download
Download is available until [expire_date]
  • Version
  • Download 212
  • Dateigrösse 150 kB
  • Datei-Anzahl 1
  • Erstellungsdatum 8. Juli 2022
  • Zuletzt aktualisiert 8. Juli 2022

Interview mit Markus Preininger über Werkzeuge für HPL Schichtwerkstoffen in der HOB 2022/06

Werkzeug-Geometrie für besondere Fälle

HPL-Schichtwerkstoffe sind in der Verwendung für den Innen- und Außenbereich nicht mehr wegzudenken. Die Bearbeitung von HPL ist aber weitaus anspruchsvoller als bei anderen klassischen Holzwerkstoffen. Deshalb ist es äußerst wichtig, für die jeweilige Anwendung entspre­chend entwickelte Werkzeug-Geometrien zu verwenden, seien es Bohr- und Senkwerkzeuge oder unterschied­lichste Fräswerkzeuge. Worauf es bei HPL-Werkzeugen ankommt, erklärt Markus Preininger. Er ist Technischer Leiter von JSO Jakob Schmid.

Herr Preininger, JSO stellt eine neue Serie von HPL­Werkzeugen vor. Erläutern Sie uns doch einmal die Beweg­gründe für die Entwicklung dieser Serie.
Markus Preininger: Prinzipiell war die seit Jahren auf dem Markt etablierte Diatec4-Serie Stein des Anstoßes. Eine zu­verlässige stabile Werkzeug-Geometrie, welche wir in unter­schiedlichsten Kunststoffen, Aluminium aber auch klassi­schen Holzwerkstoffen erfolgreich einsetzen. Vor allem bei der Bearbeitung von Vollkernkunststoffen finden die Werk­zeuge ihren Einsatzbereich.
HOB Nun haben wir diesen geometrischen Ansatz auf verschie­denste Typen übertragen und vervollständigten mit diversen Varianten an Durchmessern und Schnittlängen das Werk­zeugprogramm. Um z.B. eine noch bessere Schmalflächen­qualität zu erreichen, wurde mit 3 effektiven Schneiden die Diatec-Trio-Variante ins Leben gerufen.
Flankiert von den Rückmeldungen des Marktes können wir nun eine umfassende Auswahl anbieten.
HOB Können Sie uns dazu ein paar Beispiele geben? Preininger: Vor allem beim Trennen von Vollkernkunststoffen mit Diamantwerkzeugen ist der Schnittdruck der Fräswerk­zeuge enorm. Dieser macht sich bei Nestinganwendungen deutlich bemerkbar, wobei kleinere Werkstücke oft aus ihrer Position geschoben werden. Der Schnittdruck der JSO Dia­tec-Technologie ist gegenüber anderen vergleichbaren Werk­zeugen spürbar geringer. Bei überdurchschnittlictien Werk­stückdicken kann je nach Bedarf mit Diatec-Trio-Schruppfrä­sern vorgearbeitet werden.
HOB Nun zeigt Ihr HPL-Flyer auch die Einsatzmöglichkeiten bei anderen Werkstoffen auf?
Preininger: Die außergewöhnliche Schneidkantenqualität, eine clevere Schneidenanordnung und die Paarung der Schnittwinkelverhältnisse erlauben ein breites Anwendungs­spektrum. Dieser Einsatzbereich erstreckt sich über die Bear­beitung von Thermo- und Duroplasten (CfK, GFK). Doch auch die Bearbeitung klassischer Holzwerkstoffe, Mineralwerk­stoffe, Aluminium, Gipsfaserplatten oder Massiv- und Leim­holz sind optimal durchführbar.
Bei Melaminharzbeschichtungen oder anderen abrasiven Werkstückbelegungen sind die Diatec-Werkzeuge von JSO die richtige Wahl.
HOB Wo sehen Sie die spezielle Stärke von JSO auf dem Markt? Preininger: JSd ist Spezialist für Sonderlösungen, die auch über unser umfangreiches Standardprogramm an Bearbei­tungswerkzeugen hinaus gehen. Mit unseren Kunden erarbei­ten wir auch für schwierige Anwendungen die richtigen Werk­zeuglösungen. Unser täglicher Einsatz, gepaart mit Erfahrung und Kompetenz, sichert unseren Kunden und damit auch uns den Erfolg auf dem Markt.